Aktivriegler auf Wanderschaft im Bündner- und Glarnerland
Am sonnigen Sommerwochenende vom 19. und 20. August machten sich frühmorgens 9 Aktivriegler auf den Weg nach Brigels. Bereits um 7 Uhr wurde der Zug ab Wittenbach bestiegen und später in St. Gallen noch der letzte Frühstücksproviant gekauft. Bei der Ankunft in Brigels strahlte die Sonne schon mit voller Kraft, sodass wir uns über eine luftige Fahrt mit dem Sessellift nach Crest Falla freuten und so einige Höhenmeter einsparten.
Der schweisstreibende Aufstieg folgte jedoch trotzdem. Durch die grandiose Aussicht und das muntere Bergspitzenraten lief es sich jedoch fast wie von selbst. Kurz nach 12 Uhr rasteten wir auf der Wiese direkt neben dem Wanderweg, um den restlichen Aufstieg zur Bifertenhütte frisch gestärkt in Angriff nehmen zu können.
Am Tagesziel angekommen konnten wir nach einer ersten Stärkung mit Süssem und kühlen Getränken unsere Schlafplätze beziehen. Die Aussicht war grandios, selbst vom WC-Hüsli aus hatte man einen zauberhaften Blick in die umliegende Berglandschaft. Das scharfe, teils gewöhnungsbedürftige Nachtessen, musste von einigen noch durch einen Kuchen ergänzt werden, um in den anschliessenden Brett- und Kartenspielen hart um Punkte kämpfen zu können. Aufgrund der Nachtruhe wurden die letzten „Dog“- Partien im Flüsterton gespielt, bevor wir unter einem idyllischem Sternenhimmel am Brunnen die Zähne putzen konnten.
Am Sonntag konnten wir gut gestärkt schon knapp nach 8 Uhr in die frische Bergluft starten. Wir mussten nur 30 Minuten wandern, bevor wir kurz vor dem Kistenpass schon die ersten Steinböcke und -geissen beobachten konnten. Nach der Überschreitung der Kantonsgrenze folgte ein abschüssiger Weg mit schwindelerregendem Blick zum Limmernsee, wo uns kurze Zeit später eine weitere grosse Steinbockgruppe zum Verweilen und Beobachten einlud. Den letzten Streckenabschnitt bildete die Staumauer des Muttsees, wo wir kurz danach die Muttseehütte für den zMittag erreichten. Zur schnelleren Verdauung folgte ein intensiver Aufstieg zum Kalktrittli bevor es bald wieder steil hinunter Richtung Seilbahnstation ging. Nach einer 30minütigen Wartezeit (zum Glück im Schatten) konnten wir mit der Seilbahn gemütlich runter ins heisse Tal nach Tierfehd fahren, wo bereits das bestellte Alpentaxi auf uns wartete. Der Transport war optimal, dass wir ohne Wartezeit den Zug von Linthal via Uznach nach St. Gallen erwischten.